Lara: Warum ich Xeno gegründet habe

Seit dem ich jung war, habe ich immer vermutet, dass ich empfindliche Haut habe. Ich bringe auch alles mit, was es braucht. Eine Familie in der sich die Allergien häufen und mich traf es dann auch in der Jugend: Erst ein bisschen Heuschnupfen und tränende Augen, dann noch mehr Gräser und Pflanzenallergien. Auch Lebensmittel schließt mein Körper gerne aus. In meiner Jugend hatte ich dann ab und an mal ein paar Hautausschläge. Und ich vertrug nicht unbedingt jede Creme. Aus Vorsicht kaufte ich nur Produkte für sensible Haut. Oft in der Apotheke und auch mal in der Drogerie.

Vermutlich mochte ich genau deswegen nie das Image der Beautyindustrie oder Parfümerien die einem immer eine schicke Probe von was weiß ich in den Beutel steckte, wenn ich mit Freunden shoppen war. Die Dinger landeten bei mir dann immer schnell im Müll. Mittlerweile bin ich stark genug und lehne diesen Zusatz dankend ab. Es wäre ja Verschwendung. Zu viel Make-up war auch nie so mein Ding. Eher mal einen farbigen Lippenstift.

War dann wohl auch kein Wunder, dass ich mich für natürliche Produkte interessierte. Für mich machte das damals Sinn. Natürliche Produkte, natürlicher Look: das passt und dann muss Naturkosmetik besser für die Haut sein.

Doch beim Blick auf die Inhaltsstoffe wurde mir damals fast schwarz vor Augen. Da ich beruflich im Gesundheitsbereich arbeitete, war ich geschockt, dass gerade der Naturkosmetik-Markt so viele reizende Produkte zu bieten hatte. Trotzdem wollte ich es ausprobieren und hoffe, dass es klappte. Und wie zuvor geahnt, ging es so richtig schief: Die eine Creme war zu fett für meine Haut und ich bekam Unterlagerungen. Dabei hatte ich extra geschaut, dass sie nicht zu viel reizende Stoffe enthielt und eher leichter formuliert war. Beim nächsten Produkt bekam ich einen Ausschlag. Keine Ahnung welches exotische Extrakt oder Öl das bewirkt hatte? Und so ging es zwischenzeitlich immer weiter. Ich war so frustriert, enttäuscht und wütend.

Leben mit empfindlicher Haut eben.

In der ganzen Zeit habe ich mich dann immer tiefer mit den Inhaltsstoffen und ihrer Wirkung auseinandersetzt. Nachdem ich hier und da ein bisschen mehr herum probiert hatte, stand mein Schrank nun voller Produkte, die ich nicht gebrauchen konnte. Eine echte Sackgasse. Am meisten war ich enttäuscht von Produkten, die so wirkten, als ob sie besonders für empfindliche Haut geeignet wären. Klar: kein Produkt kann immer für jede Haut perfekt funktionieren. Aber reizende Inhaltsstoffe und starke Allergene haben doch nichts in Produkten für empfindliche Haut zu suchen. Auch ich bin auf den Zauber dieser ollen Nuss reingefallen. Den Ausschlag nach Zaubernusswasser werde ich nicht so schnell vergessen.

Und da stand ich nun. Ich wollte nur eine natürliche, effektive Hautpflege, der ich vertrauen konnte.

Zu den konventionellen Produkten wollte ich einfach ungern zurück. Inzwischen hatte ich mein Leben auch sonst nachhaltiger gestaltet: Secondhand, weniger Konsum … Und das mir die Beautyindustrie da einen Strich durch die Rechnung machen wollte, konnte ich nicht auf mir sitzen lassen.

Also habe ich es auf mein Art gemacht: Um wieder Kontrolle in meinen Bedezimmerschrank zu bekommen, entwickelte ich natürliche Produkte einfach selbst. Xeno ist all das, was ich so gerne gewollt hätte. Hautpflege mit reizarmen, effektiven, natürlichen Inhaltsstoffen, kein unehrliches Marketing, eine Marke die das Gefühl kennt mit einer empfindlichen Haut zu leben.